ABL800 FLEX BGA Gerät

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18 STAT-Parameter aus derselben Blutprobe

Der ABL800 FLEX Blutgasanalysator ermöglicht die Messung eines kompletten Testprofils von bis zu 18 STAT-Parametern aus nur einer Blutprobe. 
Dadurch ist eine schnellere Diagnose bei kritisch kranken Patienten möglich.

Gemessene Parameter

Blutgase: 
pH

Hydrogenenpotenzial

Der Grad der Azidität oder Alkalinität einer Flüssigkeit (einschließlich Blut) bezieht sich auf ihre Hydrogenionenkonzentration [H+], und die Bestimmung des pH-Werts ist eine Möglichkeit, die Hydrogenionenaktivität anzugeben. Das Verhältnis zwischen pH und Hydrogenionenkonzentration wird wie folgt beschrieben:

pH = -log aH+
wobei aH+ die Hydrogenionenaktivität ist.

Ein niedriger pH-Wert liegt bei Azidose vor, ein hoher pH-Wert bei Alkalose [1].

1. CLSI. Blood gas and pH analysis and related measurements; Approved Guidelines. CLSI document CA46-A2, 29, 8. Clinical and Laboratory Standards Institute, 940 West Valley Road, Suite 1400, Wayne, Pennsylvania 19087-1898 USA, 2009.

, pCO2

Kohlendioxidpartialdruck

 

Kohlendioxid (CO2) ist ein säurebildendes Gas; der CO2 -Gehalt des Blutes wird weitestgehend durch die Rate und Tiefe von Atmung bzw. Ventilation bestimmt. pCO2 ist der Partialdruck von CO2 im Blut. Es ist der gemessene Druck, der vom Anteil (~5 %) des Gesamt-CO2 abgegeben wird, welcher in Gasform im Blutplasma verbleibt. pCO2 ist die respiratorische Komponente des Saure-Basen-Gleichgewichts und zeigt, ob die pulmonale Ventilation ausreichend ist. Schweregrad und Chronizität einer ventilatorischen Insuffizienz können anhand entsprechender Änderungen im Saure-Basen-Haushalt (siehe Säure-Basen-Status) beurteilt werden [1].

 

1. Higgins C. Parameters that reflect the carbon dioxide content of blood. www.acutecaretesting.org Oct 2008.

, pO2

Sauerstoffpartialdruck

Die Menge des Sauerstoffs im Blut wird durch viele Faktoren beeinflusst, z. B. durch Ventilation/Perfusion. pO2 ist der Sauerstoffpartialdruck des im Blut gelösten Sauerstoffs als Anteil am Gesamtdruck aller im Blut gelösten Gase. pO2 gibt nur einen kleinen Teil (1 – 2 %) des im Blutplasma gelösten Gesamtsauerstoffs an [1]. Die übrigen 98 – 99 % des im Blut vorhandenen Sauerstoffs sind an das Hämoglobin in den Erythrozyten gebunden. pO2 spiegelt primär die Sauerstoffaufnahme in der Lunge wider.

 

1. Wettstein R, Wilkins R. Interpretation of blood gases. In: Clinical assessment in respiratory care, 6th ed. St. Louis: Mosby, 2010.

Metaboliten: 
cGlu

Glucose

Glucose, das häufigste Kohlenhydrat im menschlichen Stoffwechsel, dient als größte intrazellulare Energiequelle (siehe Lactat). Glucose wird vorwiegend aus den Kohlehydraten unserer Nahrung gewonnen, aber auch durch den anabolischen Prozess der Glukoneogenese – primär in der Leber und den Nieren – und bei der Spaltung von Glykogen (Glykogenolyse) vom Körper selbst synthetisiert. Diese endogen gebildete Glucose tragt zur Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels in normalen Grenzen bei, wenn keine Glucose aus der Nahrung zur Verfügung steht, z. B. zwischen zwei Mahlzeiten oder in Hungerzeiten.

, cLac

Lactat

Lactat ist ein Anion, das bei der Dissoziation von Milchsäure entsteht, sowie ein intrazellularer Metabolit von Glucose. Es wird von den Skelettmuskelzellen, den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), im ZNS und anderem Gewebe wahrend der anaeroben Energiegewinnung (Glykolyse) produziert. Lactat entsteht in der Intrazellularflüssigkeit aus Pyruvat; die Reaktion wird durch das Enzym Lactatdehydrogenase (LDH) katalysiert [1].

 

1. Robergs RA, Ghiasvand F, Parker D. Biochemistry of exercise-induced metabolic acidosis. Am J Physiol Regul Integr Comp Physiol 2004; 287: R502-16.

Elektrolyte: 
cCa2+

Calcium

Das Calciumion (Ca2+) ist eines der vorherrschenden Kationen des Körpers, wobei sich ca. 1 % in der Zellflüssigkeit des Bluts befindet. Ca2+ spielt eine relevante Rolle bei der Knochenmineralisierung und bei vielen zellularen Prozessen, z. B. der Kontraktilität der Herz und Skelettmuskulatur, der neuromuskulären Überleitung, bei der Hormonfreisetzung sowie bei zahlreichen Enzymreaktionen wie z. B. der Blutgerinnung.

, cCl-

Chlorid

Chlorid (Cl) ist das zentrale Anion der Extrazellulärflüssigkeit und eines der wichtigsten Anionen im Blut. Die Hauptfunktion von Clist, den osmotischen Druck, das Flüssigkeitsgleichgewicht, die Muskelaktivität und die Ionenneutralität im Plasma aufrechtzuerhalten. Zudem unterstützt es die Erkennung von Ursachen bei Störungen des Säure-Basen-Haushalts.

, cK+

Kalium

Kalium (K+) ist das größte Kation der Zellflüssigkeit. Die intrazelluläre Konzentration ist 25– bis 37-fach hoher (∼150 mmol/L) in den Gewebezellen, ∼105 mmol/L in den Erythrozyten) als die der Extrazellularflüssigkeit (∼4 mmol/L) [1, 2]. K+ übt zahlreiche Vitalfunktionen im Körper aus, z. B. reguliert es die neuromuskuläre Erregbarkeit, den Herzrhythmus, das Volumen im Intra- und im Extrazellularraum sowie den Säure-Basen-Haushalt.

1. Burtis CA, Ashwood ER, Bruns DE. Tietz textbook of clinical chemistry and molecular diagnostics. 5th ed. St. Louis: Saunders Elsevier, 2012. Engquist A. Fluids/Electrolytes/Nutrition. 1st ed. Copenhagen: Munksgaard, 1985.
2. Engquist A. Fluids/Electrolytes/Nutrition. 1st ed. Copenhagen: Munksgaard, 1985.

, cNa+

Natrium

Natrium (Na+) gilt als dominierendes Kation in der Extrazellulärflüssigkeit. Dort liegt es in 14-fach höherer Konzentration (∼140 mmol/L) vor als in der Intrazellulärflüssigkeit (∼10 mmol/L). Na+ trägt maßgeblich zur Osmolalität der Extrazellulärflüssigkeit bei, und seine Hauptfunktion liegt in der Steuerung und Regulation des Wasserhaushalts sowie der Aufrechterhaltung des Blutdrucks. Außerdem ist Na+ wichtig für die Übermittlung der Nervenimpulse und die Aktivierung der Muskelverdichtung.

Oxymetrie: 
ctBil

Bilirubin

Bilirubin ist ein gelbes Abbauprodukt des Häm-Anteils von Hämoglobin. Es wird vom Ort seiner Produktion – dem retikuloendothelialen System – zur Leber transportiert, wo es vor der Ausscheidung in Gallenflüssigkeit transformiert wird (Biotransformation). Ikterus, die pathologische gelbe Verfärbung der Haut, entsteht bei einer abnormen Akkumulation von Bilirubin im Gewebe und ist immer mit einer erhöhten Bilirubinkonzentration im Blut (Hyperbilirubinämie) assoziiert.

, ctHb

Gesamthämoglobin


Die Konzentration des Gesamthamoglobins (ctHb) im Blut schließt auch Oxyhämoglobin (cO2Hb), Desoxyhämoglobin (cHHb), und die dysfunktionalen Hämoglobine ein, die nicht in der Lage sind, Sauerstoff zu binden:

Carboxyhämoglobin (cCOHb) (siehe COHb), Methämoglobin (cMetHb) (siehe MetHb) und Sulfhämoglobin (cSulfHb).

Deshalb:

ctHb = cO2Hb + cHHb + cCOHb + cMetHb + cSulfHb

Das seltene sulfHb ist nicht in den berichteten ctHb-Ergebnissen der meisten Oxymeter enthalten.

 

, FHbF

Fraktion des fetalen Hämoglobins


FHbF Gesamthämoglobin im Blut.

, FHHb

Fraktion des Dexoxyhämoglobins


FHHb Gesamthämoglobin im Blut

, sO2

Sauerstoffsättigung


Als Sauerstoffsättigung (sO2) bezeichnen wir den prozentualen Anteil des oxygenierten Hämoglobins (O2Hb) bezogen auf das Hämoglobin, das Sauerstoff transportieren kann [1].


sO2 spiegelt die Nutzung der aktuell verfügbaren Sauerstofftransportkapazität wider.

 

In arteriellem Blut werden 98 – 99 % des Sauerstoffs gebunden an Hämoglobin in den Erythrozyten transportiert. Die übrigen 1 – 2 % des im Blut transportierten Sauerstoffs liegen gelöst im Blutplasma vor – das ist der Anteil, der als Sauerstoffpartialdruck (pO2) bezeichnet wird [2].

 

1. CLSI. Blood gas and pH analysis and related measurements; Approved Guidelines. CLSI document CA46-A2, 29, 8. Clinical and Laboratory Standards Institute, 940 West Valley Road, Suite 1400, Wayne, Pennsylvania 19087-1898 USA, 2009.

2. Higgins C. Parameters that reflect the carbon dioxide content of blood. www.acutecaretesting.org Oct 2008.

, FO2Hb

Fraktion des Oxyhämoglobins


FO2Hb Gesamthämoglobin im Blut

Erprobte Leistung + Verbesserte Bediener-Freundlichkeit

Mit dem neuen Design und der verbesserten Bedienerfreundlichkeit der PLUS-Version analysiert der ABL800 FLEX Analysator Ihre Blutgasproben noch intelligenter.

BEDIENERFREUNDLICHER BILDSCHIRM

Tablet-ähnliche, reaktionsschnelle Interaktion, intuitive Benutzeroberfläche, erweiterte Hilfsfunktionen.

UNTERSTÜTZT SCHNELLDIAGNOSEN

Schnelle und zuverlässige Ergebnisse bei Messung von bis zu drei Blutproben in Folge mit dem FLEXQ Modul.

UMFASSENDES PROFIL WICHTIGER NOTFALLPARAMETER

Analyse von bis zu 18 STAT-Parametern aus derselben Blutprobe.

REDUZIERT DAS RISIKO PRÄANALYTISCHER FEHLER 

Vollautomatisches Scannen und automatisches Mischen von Blutproben mit dem FLEXQ Modul.

ZUVERLÄSSIGE ERGEBNISSE AUCH AUS GERINGEM PROBENVOLUMEN

Zuverlässige Ergebnisse auch aus geringen Probenvolumina von bis zu 35 Mikrolitern (μl) bei Verwendung von FLEX- und MIKROMODUS.

ERGEBNISSE, WO SIE SIE BENÖTIGEN

Das AQURE Datenmanagementsystem von Radiometer überträgt Messergebnisse automatisch dorthin, wo sie benötigt werden, z.B. an den Monitor am Patientenbett und an Krankenhaus- und Laborinformationssysteme (KIS/LIS).

Sparen Sie mit dem FLEXQ Modul Zeit bei der Blutgasanalyse

Das einzigartige FLEXQ Modul ermöglicht die automatische Messung von bis zu drei Proben in Folge.

Dank der automatischen und schnellen Probenbehandlung des ABL800 FLEX Analysators müssen Sie auf Patientenergebnisse nicht lange warten. Einfach den safePICO Probennehmer von Radiometer in das FLEXQ Modul einlegen, und die Blutprobe wird automatisch gescannt, gemischt und analysiert. 

Optimiert für Kapillarproben

Mit dem FLEXMODUS des ABL800 FLEX Blutgasanalysators messen Sie die wichtigsten Parameter auch aus besonders geringen neonatalen Probenvolumina zuverlässig messen.

Der FLEXMODUS ermöglicht abhängig vom verfügbaren Probenvolumen die Bestimmung der maximalen Parameterzahl.

Volumenbereich

Gemessene Parameter

35-55 μL

pH + OXI

50-70 μL

pH + OXI + BG

65-100 μL

pH + OXI + BG + MET

90 μL

pH + OXI + BG + MET + LYT

195 μL

pH + OXI + BG + MET + LYT + ctBil


   
   
   
   
   
   

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