Sepsisbekämpfung mit Procalcitonin am Point-of-Care

Klinikum Ernst von Bergmann misst PCT am Point-of-Care zur Unterstützung der Sepsisdiagnose

Das Klinikum Ernst von Bergmann vertraut auf den AQT90 FLEX Analysator von Radiometer für die frühe und einfache Bestimmung von Procalcitonin (PCT), dem Biomarker der Wahl zur Unterstützung der Sepsisdiagnose.

Das Klinikum Ernst von Bergmann — eines der größten Krankenhäuser der Region Berlin/Brandenburg — ist ein akademisches Lehrkrankenhaus mit über 1.000 Betten. Es bietet eine große Bandbreite von Gesundheitsdiensten wie Primärprävention, ambulante und stationäre Behandlung. Zudem dient es als Referenzkrankenhaus für kleinere Häuser in der Region.

Die Notaufnahme wird jährlich von über 45.000 Patienten frequentiert. Die Abteilung verfügt über einen AQT90 FLEX Analysator mit Biomarker Procalcitonin (PCT).

Dr. Michael Oppert, Chefarzt der Notaufnahme, Klinik für Notfall- und Internistische Intensivmedizin erklärt, dass in der Notfallmedizin die Sepsis zunehmend im Fokus steht. “In Deutschland steigt das Durchschnittsalter der Patienten an, die in der Notaufnahme vorsprechen und die Morbidität der Patienten liegt viel höher als noch vor wenigen Jahren. Chirurgische und medizinische Behandlungen werden immer invasiver, wodurch Patienten einem steigenden Risiko von Komplikationen und schweren Infektionen ausgesetzt sind.”

Über das Krankenhaus

  • Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH, Germany

  • Abteilungen der Intensiv- und Notfallmedizin

  • Akademisches Lehrkrankenhaus mit 1.000 Betten

  • Referenzkrankenhaus für die Region Berlin/Brandenburg

  • Notaufnahme mit Aufnahme-Einheit (15 Betten), ausgestattet mit einem AQT90 FLEX Analysator und mehreren ABL-Blutgasanalysatoren

  • 45.000 Patienten pro Jahr in der Notaufnahme

  • Intensivstation mit 24 Betten, einschließlich Intermediate Care, ausgestattet mit einem ABL-Blutgasanalysator

Sepsis diagnostizieren

Sepsis ist eine häufige und ernste Infektionskrankheit, die unter Umständen schwer zu identifizieren ist. Sepsispatienten zeigen Symptome wie hohes Fieber, Hypothermie, Delirium oder eine Veränderung der Bewusstseinsebene.

Andere Symptome schließen eine Organdysfunktion, eine verminderte Urinausscheidung, Kurzatmigkeit und niedrigen Blutdruck ein. Wenn der Patient außerdem einen hohen Laktatwert und eine leichte Azidose aufweist, ist die Wahrscheinlichkeit einer Sepsis hoch. Ein solcher Patient sollte beobachtet und entsprechend behandelt werden. Aufgrund dieser vielen Symptome stellt die Diagnose einer Sepsis eine echte Herausforderung dar.

Dr. Oppert erklärt: “Ist ein Patient eindeutig septisch, kann die Behandlung ohne weitere Untersuchungen beginnen.

Viele Patienten fallen allerdings in eine Grauzone, in der der klinische Verdacht einer Sepsis besteht, die Diagnose jedoch unklar ist. In dieser Situation verabreichen wir Antibiotika, während wir weitere Tests durchführen: Die Bestimmung von Infektionsmarkern am Point-of-Care (POCT), z. B. PCT, C-reaktives Protein (CRP) und Laktat sowie Blutkulturen. Beide – Infektion und Entzündung – z. B. aufgrund einer Autoimmunerkrankung, Infektion und schwerem Trauma – verursachen einen Anstieg der CRP-Konzentration. PCT hingegen bleibt bei Patienten mit Entzündungszuständen niedrig, erhöht sich jedoch, wenn eine bakterielle Infektion besteht.”

“Für diese Patienten”, fährt Oppert fort, “bedeutet die Messung von PCT am AQT90 FLEX Analysator einen großen Vorteil, denn mit ihm können wir Sepsispatienten von solchen mit nichtinfektiös bedingten systemischen Entzündungen unterscheiden.”

Entscheidend ist, dass wir keine Zeit verlieren.

- Dr. Oppert, Chefarzt der Notaufnahme, Klinik für Notfall- und Internistische Intensivmedizin

Dr. Michael Oppert, Chefarzt der Notaufnahme, Klinik für Notfall- und Internistische Intensivmedizin

Dr. Michael Oppert, Chefarzt der Notaufnahme, Klinik für Notfall- und Internistische Intensivmedizin

Jede Minute zählt

Für den bestmöglichen Outcome des Sepsispatienten ist eine zeitnahe Diagnose essenziell. 

Zentrallabore mögen eine akzeptable Turn-around-Time - vom Erhalt der Probe bis zum Ergebnis - zeigen. Die Zeit zwischen Entnahme der Blutprobe aus der Patientenvene bis dass das Ergebnis im Kopf des Arztes angelangt ist, ist jedoch viel länger. Zusätzliche Zeit wird benötigt für den Transport und die Vorbereitung der Probe, für die Validierung und das Übermitteln der Ergebnisse an die elektronische Patientenakte. 

Kurze Turn-around-Times sind elementar wichtig. Verglichen mit Bestimmungen im Zentrallabor erhalten wir am Point-of-Care Ergebnisse innerhalb von Minuten – statt Stunden.

Dr. Oppert führt aus: “Wir wissen, dass Zeit für einen Sepsispatienten Leben bedeutet. Jede Stunde, mit der die richtige Behandlung verzögert begonnen wird – Flüssigkeiten, Antibiotika, mikrobiologische Tests etc. – erhöht das Mortalitätsrisiko um ganze 8 Prozent.”

Wenn ein Ergebnis dringend benötigt wird, wenn keine Stunden zur Verfügung stehen und die Zeit drängt?, dann ist der AQT90 FLEX Analysator von unschätzbarem Wert, denn er liefert die Ergebnisse. die wir brauchen, schnell und direkt am Point-Of-Care.

- Dr. Oppert, Chefarzt der Notaufnahme, Klinik für Notfall- und Internistische Intensivmedizin

Keine Probenvorbereitung erforderlich 

In der hektischen Atmosphäre einer Notaufnahme muss das POCT nicht nur schnell sondern auch bedienerfreundlich umzusetzen sein – mit möglichst wenigen manuellen Schritten.  

Hier kommt der AQT90 FLEX Analysator zum Einsatz. Besonders beim Pflegepersonal genießt er eine hohe Akzeptanz, weil er leicht zu bedienen ist und keine Probenvorbereitung benötigt. 

Dr. Oppert erklärt weiter: “Mit dem AQT90 FLEX Analysator gestaltet sich die PCT-Messung schnell und einfach. Zentrifugieren und Pipettieren des Plasmas in ein anderes Behältnis sind nicht erforderlich. In einer Notaufnahme ist das so wichtig. Wir entnehmen einfach eine Probe, legen sie in den Analysator ein und drücken „Start“. Dann erhalten wir präzise, zuverlässige Ergebnisse – und einen Ausdruck für den Arzt – in weniger als 21 Minuten.” 

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